»EINHUNDERT_STUEHLE FUER LIU XIAOBO«

Performance und Lesung zum 20.03.2012
mit Beate Maria Wörz, Esther Dischereit,
Bei Ling und Anderen

Ankündigung und Aufruf zur Beteiligung
einhundert_stuehle fuer liu xiaobo
onehundred_chairs for liu xiabo

Anläßlich des Aufrufs des internationalen literaturfestivals 
berlins (ilb) zum 20. März zu einer weltweiten Lesung von 
Gedichten von Liu Xiaobo* planen wir an desem Tag folgende 
Aktion im öffentlichen Raum in Berlin: Wir wollen um 16 Uhr am 
Alexanderplatz (Treffpunkt Weltzeituhr) beginnen und dort und 
um 17.30 Uhr am Pariser Platz/Brandenurger Tor mit Kreide Stühle 
auf den Boden zeichnen und Texte von iu Xiaobo lesen, und um ca. 
18.30 Uhr vor dem Martin-Gropius-Bau aschließen. Wir laden dazu 
ein, sich zeichnend oder lesend an ieser Aktion zu beteiligen.

(Im Martin-Gropius-Bau findet ab 19 Uhr die Veranstaltung des 
ilb zum 20. März 2012 statt mit den SchauspielerInnen Roland 
Schäfer und Franziska Herrmann, den AutorInnen Herta Müller und 
Liao Yiwu und der Vorsitzenden des unabhängigen chinesischen 
PEN-Zentrums Tienchi Martin-Liao).
*Liu Xiaobo, chinesischer Schriftsteller, Dissident und Friedens-
nobelpreisträger 2010, sitzt als einer der Verfasser der Charta 08 
für seinen Einsatz für Freiheit, Gleichheit und Menschenrechte 
seit 2009 in China in Haft. Unter dem Vorwurf, er habe »die Staats-
autorität unterhöhlt«, wurde er damals zu elf Jahren Gefängnis 
verurteilt. Seither fordern verschiedene Organisationen wie Amne-
sty International, die Internationale Gesellschaft für Menschen-
rechte, Reporter ohne Grenzen, das ilb und Pen International seine 
Freilassung.Zum Konzept einhundert_stühle für liu xiaobo« von 
Beate Maria Wörz: “Bei der Verleihung des Friedensnobelpreises 
2010 in Oslo hatten die Veranstalter einen leeren Stuhl für Liu 
Xiaobo aufgestellt, da weder er noc Angehörige von ihm zur Preis-
verleihung aus China hatten ausreisen dürfen. Zum Jahrestag der 
Preisverleihung fand nun am 10. Dezember 2011 eine Demonstration 
mit leeren Stühlen vor der chinesischen Botschaft in Berlin statt, 
um erneut seine Freilassung zu fordern. Als mein Beitrag dazu 
zeichnete ich einen leeren Stuhl mit Kreide auf den Boden.
Ich beschloss, insgesamt 100 Stühle für Liu Xiaobo zu zeichnen. 
Vom 10.–23. Dezember 2011 sind so 100 Stühle an verschiedenen Or-
ten in Berlin aufgetaucht und wieder verschwunden. Im Januar 2012 
entschied ich mich, weiterzuzeichnen, an Orten, an denen ich mich 
aufhalte, durch die ich reise. 
Ich möchte den gezeichneten leeren Stuhl gerneal sein Denkzeichen‹ 
etablieren und lade dazu ein, daß dieses Denkzeichen auch 
von anderen übernommen wird, sie es dort hinterlassen, wo sie 
sich aufhalten und bewegen.
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